Ja, in der Regel sind ökologische Dämmstoffe wie Holzfaserplatten gegenüber EPS etwas kostenintensiver — aber nicht mehr viel. Zudem ist eine ökologische Dämmung aus mehreren Vorteilen heraus sehr lohnenswert:
1. Langlebig - ökologische Fassaden sind langlebiger als Styroporfassaden. Denn: Styropor ist nicht diffusionsoffen, das führt dazu, dass sich hinter dem Dämmstoff Feuchtigkeit bildet, welcher nicht verdunsten kann oder durch einen kapillaren Effekt des Dämmstoffes nach außen getragen werden kann. Beides ist bei ökologischer Dämmung möglich. Somit verliert eine Styropordämmung schnell an Energieeffizienz und Langlebigkeit.
2. Energieeffizienz - aufgrund des oben genannten Effektes verlieren Styroporfassaden über die Zeit an Energieeffizienz.
3. Weniger Graue Energie beim Herstellungsprozess:
EPS-Dämmung (Styropor)
→ Hohe graue Energie
• Wird aus Erdöl hergestellt (Polystyrol).
• Energieintensiver Herstellungsprozess (Chemie, Aufschäumen, Trocknung).
• Schwer recycelbar, teilweise Sondermüll bei Entsorgung.
Steinwolledämmung (Mineralwolle)
→ Mittlere graue Energie
• Besteht aus geschmolzenem Gestein, das zu Fasern gesponnen wird → hoher Energiebedarf durch Schmelzprozesse (~1.400 °C).
• Recycling ist möglich, aber aufwändig.
• Langlebig und nicht brennbar, was ihre Umweltbilanz etwas verbessert.
Holzfaserdämmung
→ Geringe graue Energie
• Hergestellt aus nachwachsenden Rohstoffen (Holzreste, Sägespäne).
• Produktion erfordert deutlich weniger Primärenergie.
• CO₂ wird im Material langfristig gebunden.
• Sehr gute Recyclingfähigkeit oder sogar kompostierbar.